Das Musikjahr, das war

F 001Sound of 2016

Katastrophen überall, auch in der Musik. Von Bowie über Lemmie bis Cohen und zuletzt sogar noch unvermittelter George Michael – Leichen pflastern den Weg des ausklingenden Jahres. Aber auch allerlei Dinge, die im Gedächtnis haften bleiben werden. Hier sind ein paar davon. Schwer subjektiv, aber nach bestem Wissen und Gewissen ausgewählt von freitagsmedien:

Großer Star

tt16-questA Tribe Called Quest

We Got It From Here … Thank You For Your Service (Sony) Die Geburt eines Genres:  Wiedervereinigungsabschiedswerk als virtuos eingespielte Retrospektive und weitsichtiger Ausblick des HipHop von Legenden, die man beinahe schon vom Schirm verloren hatte. Beinahe.

 

Junges Talent

a2196616097_16Whitney

Light Upon The Lake (Secretly Canadian) Der beste Westcoast-Folk’n’Roll seit den Beach Boys, kreiert mit Falsett, Bläsern und hinreißend schönen Sommermelodien von einer Handvoll Slacker aus dem winterkalten Chicago, dass es Herz und Hirn erwärmt wie selten zuvor in diesem frostigen Jahr.

 

Deutsch und doch…

tt16-sunlightFriedrich Sunlight

Friedrich Sunlight (Tapete) Fünf ausgelassene Augsburger machen Schlager ziemlich banaler Art, singen dazu auf Deutsch von allerlei Trallalli und Trallala, haben sichtlich Spaß dabei und vor allem: wir auch! Das Manfred-Krug-Gedächtnis-Album 2016 schlechthin und doch voller Eigensinn.

 

Geheimtipp

TT16.klein.Klein

Bengal Sparks (Spezialmaterial) Mit seinem Mix aus funkigen HipHop und rockigem Trashpop macht der Multiinstrumentalist Lutz Nikolaus Kratzer aus Hamburg jeden Kellerclub zur Großraumdisco, theoretisch aber auch umgekehrt. Wenn man ihn mal hinein ließe. Lässt man aber nicht. Leider.

 

Bekannttipp

indexA Tribe Called Red

We Are The Halluci Nation (Radicalizd Record) Von indischer Folklore bis Walgesang – was wurde dem afroamerikanischen HipHop nicht schon alles ethnologisch angedichtet! Und jetzt also auch noch US-indianischer Tribalismus mit Trommeln, Schreien, Hejahejahej? Ja, genau, grandios!

 

Gute Unterhaltung

tt16-dohertyPeter Doherty

The Hamburg Demonstrations (Clouds Hill) Auf seinem Grundpegel an Heroin und Kreativität, anhaltendem Selbstzerstörungsdrang und unverwüstlichem Lebenswillen, feiert das fröhlichste Wrack des Britrock in seiner mittelfristigen Wahlheimat Hamburg den Zauber der Analogie.

 

And 12 for the record:

Clipping – Splendor & Misery (Sub Pop)

Leonard Cohen – You Want It Darker (Sony)

Danny Brown – Atrocity Exhibition (Warp Records)

Secuoia – flac (Humming Records)

Júniús Meyvant – Floating Harmonies (Record Records)

Astronautalis – Cut The Body Loose (Cargo Records)

Iggy Pop – Post Pop Depression (Caroline)

Jain – Zanaka (Columbia)

Anderson .Paak – Malibu (Stell Wool Entertainment

Robbing Millions – Robbing Millions (PIAS)

LNZNDRF – LNZNDRF (4AD)

T Der Bär – Bienenwolf (Rummelplatzmusik)

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