Tune-Yards, Hearts Hearts, L’Impératrice

Tune-Yards

Ist es Funk? Ist es Jazz? Ist es Punk? Ist es Trash? Wenn bei neuer Musik alte Fragen wie diese im Kopf herumschwirren, hat die Band vermutlich einiges richtig gemacht. Wobei Band – sind die Tune-Yards überhaupt eine oder doch eher retrofuturistische Dekodierung des Kollektivgedankens? Sei’s drum – die kalifornische Klangverwirblerin Merrill Garbus hat seit der Gründung ihres Soloprojekts, Eigenschreibweise tUnE-yArDs, mit vielen Menschen musiziert, aktuell ist es der Percussionist Nate Brenner, und in jeder Kombination ist daraus ein Springbrunnen der Mehrdeutigkeit geworden.

Auf dem 5. Album sketchy etwa klettert ihr kehliger Gesang durch einen Hindernisparcours fiepsener, sägender, treibender, bremsender, lauter, leiser Soundfragmente, die sie in einen Kessel Buntes geworfen zu haben scheint und dann bei hoher Körpertemperatur durchgekocht, bis daraus pro Track zehngängige Menüs auf ein und demselben Teller wurden. Am prägnantesten bleibt darin dann eine Art autonom-feministischer Mojotechno, der sich permanent selbst karikiert. Noch prägnanter jedoch ist, wie wenig man sich beim Hören davon lösen kann.

Tune-Yards – sketchy (4AD)

Hearts Hearts

Falls es noch irgendwelche Zweifel an der Variabilität österreichischer Boybands gab: hier werden sie zerstreut – bei den Hearts Hearts. Nicht die neueste Band jenseits der Alpen, auch nicht die originellste, im Gegenteil, da sind Bilderbuch oder Voodoo Jürgens Lichtjahre weiter. Dafür haben die vier Freunde um den Sänger mit Namen Österle etwas, das selbst im vielschichtigen Wien ein echtes USP ist: sie machen zwar unspektakuläre, aber zum Niederknien schöne Popmusik.

Ein bisschen klingt das dann auch auf dem neuen, erst dritten Album Love Club Members in zehn Jahren wie Whitney im Duett mit Moldy Peaches. Verschroben schon, klar. Und Texte wie “All what I really want – so crazy / Had been a pile of junk / All what I really want- so crazy – uhuhuh / All what I really haunt – oh daily”, werden auch nicht sinniger, wenn man darin nach Metaebenen sucht. Aber dieser reduzierte Synthieteppich mit Pianotupfen und Gesang ohne Spirenzchen – a geh, der macht einfach niveauvoll Spaß.

Hearts Hearts – Love Club Members (Parramatta)

L’Impératrice

French House, das mag eine Fehlinterpretation sein, aber sie klingt irgendwie nett: French House war schon immer leicht japanophil. Dieses selbstironisch verspielte, ulkig audiophile, skurrilitätsbereite, aber dabei elegante Gefrickel auf Geräten ostasiatischer Herkunft (Yamaha!) – darin fand der Pop elektronische Vervollkommnung, die bei aller West-Prägung nach Tokio klang. Und dann stieg 2018 das französische Sextett L’Impératrice aus einer explodierenden Supernova und machte daraus das funkensprühendste Easy-Listening-Album seit Pizzicato Fives Happy End of the World Ende der 90er.

Drei Jahre nach ihrem Debüt nun folgt mit Tako Tsubo der – sogar japanisch betitelte – Nachfolger. In Schriftzeichen 蛸壺, auf Französisch piège à poulpe, was auf Deutsch ungefähr Tintenfischfang heißen könnte. Und so hören sich die 13 Stücke denn auch an: geigengezuckerte Tiefseetauchgänge. Orgeltropfen wie Ohrenkerzen, soundgewordene Strandparty am Stil, digitaler Soul zum Verlieben in jeder einzelnen Zeile, Note, Welle. Kopfsprung hinein und vergessen ist der fehlende Festivalsommer.

L’Impératrice- Tako Tsubo (microqlima)


Baby Boys, Schorl3, Gossenboss mit Zett

Baby Boys

Augenzwinkern zählt nicht unbedingt zu den ersten Eigenschaften männlicher Musiker – schon gar nicht, ohne dabei kindisch, ironisch, gar zynisch werden. Die Baby Boys aus Minneapolis sind letzteres gar nicht, ersteres ein bisschen, nur mittleres könnte auf das Trio zutreffen, das nach ein paar Einzeltracks nun ihr erstes Album veröffentlicht. Was Caleb Hinz, Jake Luppen und Nathan Stocker darauf anstellen, ist schwer zu beschreiben, aber genau das dürfte den Wesenskern von Threesome bereits ganz gut eingrenzen.

Mit minimalistischen Cloud-Recordings, digitalen Echtinstrument-Samples, karibischem LoFi-Punk und Gesang am Rande vom Boygroup-Hype der Neunziger, frickeln sich die drei – so sagt man das heute immer, sobald jemand mehr als Gitarre kann: Multiinstrumentalisten einen Dadapop zurecht, der nach Beach Boys auf Designerdrogen klingt, also die falmboyante Schönheit des wohlsortierten Chaos feiert wie zuletzt The Scientists. Das Augenzwinkern ist also doch eher Augenflackern, aber ein wirlich tolles.

Baby Boys – Threesome (Transgressive)

Schorl3

Der Versuch, Bilderbuch gut zu kopieren, ist schon deshalb bislang flächendeckend gescheitert, weil es schon schwer wäre, Bilderbuch schlecht zu kopieren. Deshalb feiern wir an dieser Stelle den gelungenen Versuch der Hamburger Futurefunkformation Schorl3, Bilderbuch weder gut noch schlecht, sondern so funky MDMA-beseelt zu kopieren, als würden die Vorbilder aus Wien auf dem verranzten Studiosofa anerkennend kopfnicken und insgeheim ein paar der Ideen der drei Pseudonym-Künstler LMO, Hans1 und Hans2 notieren.

Zeilen wie “Mein Baby möchte Skifahren / doch ich kann nicht liefern / sie möchte nur mit mir chillen / wenn ich was zum Ziehen hab” aus der Retrodrogenhymne Zu arm etwa. Oder die Achtzigersaxofon-Peitschen der nostalgischen Wave-Fanfare Pia einen Track zuvor. Diese Perlen neonostalgischer Elektropopmusik machen Sprudelpop zwar nicht zwingend innovativ, gar außergewöhnlich, aber so was von erfrischend, dass man gerne mit den drei Kopisten im selben Goldfischglas schwimmen möchte.

Schorl3 – Sprudelpop (Schorl3)

Gossenboss

Zu Gossenboss hält man dagegen besser etwas Sicherheitsabstand – zumindest, wenn man den Sprechsänger aus Dresden als das bezeichnet, was er ja nun schon doch irgendwie ist, aber partout nicht sein will. “Mir ist egal ob HipHop-Journalisten mich überhaupt kennen”, meint er auf seiner neuen Platte No Future, “doch ich ruf die Bullen, wenn du mich noch mal Zeckenrapper nennst”. Okay, machen wir nicht. Schon weil er was völlig anderes ist als der Zeckenrapper Disarstar, dessen Deutscher Oktober ebenfalls heute erscheint.

Anders als der Straßenköter aus Hamburg klingt Gossenboss mit Zett schließlich nicht mal annähernd nach Gangsta. Stimmlich sind seine Wurzeln technoider, alternativer, independenter, verschwitzter, linker, autonomer und zum Glück sehr viel androgyner – dank Contributions von Freunden wie Milli Dance, Danger Dan oder Lulu & die Einhornfarm aber auch rockiger, fröhlicher, frischer, irgendwie optimistischer, bisschen wie Frittenbude auf Kraftklub. Schöne Zukunft mit No Future.

Gossenboss – No Future (100 Prozent O.K.)


Maximo Park, Olympya, Nightshift

Maximo Park

Wenn sich die Welt da draußen fast noch schneller wandelt als das Klima, wenn Pandemie und Populismus, Dummheit und Ignoranz alles durcheinanderwirbeln, wenn das Heute im gleichen Augenblick schon wieder die Geschichte von morgen ist, dann tut es unglaublich gut, mal etwas ewig Bleibendes zu hören. Maximo Park zum Beispiel. Seit ihrem hochgelobten Debüt A Certain Trigger von 2005 und mehr noch dem Nachfolger Our Earthly Pleasures, geht der emotionale Indie-Rock aus Newcastle fast unverändert mit hoher Geschwindigkeit zu Herzen.

Auf dem 7. Album Nature Always Wins bleibt demanch alles, wirklich alles bleibt beim Alten – da kann ein Stück wie Meeting Up gern mal ein bisschen Synthiepop zwischen die Riffs quetschen. Paul Smith pitcht sein Bryan-Ferry-Gedächtnis-Organ wie eh und je hoch über Gitarrennetze, durch die sich Fäden filigraner Drums und Keaboards winden, als seien alle von allem überwältigt. Und das dürfen sie ja auch. Wie in den Nullern, als Maximo Park dabei mithalfen, Grunge und Alternative zukunftstauglich zu machen, geben sie uns auch heute ein vertrautes Gefühl von Zuversicht jenseits männlicher Wir-packen-das-Posen.

Maximo Park – Nature Always Wins (Prolifica)

Olympya

Sich unbedingt verändern zu wollen, also grundlegend und substanziell, ist allerdings auch nicht so einfach in einer Zeit, wo ohnehin alles Zitat zu sein scheint. Marcus Borchert aka Pierre Sonality jedenfalls, Fans als Kopf der HipHop-Formation Funkverteidiger bekannt, war auf der Suche nach Ausdrucksformen abseits vom Rap und glaubt ihn jetzt, im Pop gefunden zu haben. Also natürlich nicht irgendein Pop, sondern die bombastische Version, in der alles durcheinanderscheppert – wie in seinem Sideprojekt Olympya.

Dessen Debütalbum Auto versucht, der Klammer des deutschssprachigen Sprechgesangs mit einem Mash-up mit maximaler Bandbreite zu entkommen. Produziert vom benachbarten Jurik Maretzki, grölt sich der Hamburger unter der Wall of Sound des Multiinstrumentalisten Kay Petersen hindurch in ein Konglomerat aus Stadionrock, Powerpop und Schlagermetal. Das erinnert ein bisschen an Kraftclub im Jägermeisterrausch, ist also nicht sonderlich filigran, aber sehr unterhaltsam und gönnt sich dabei gern mal eine Ladung Oi-Punk mit spaßpolitischer Feine-Sahne-Attitüde. Audiolith at it’s best!

Olympya – Auto (Audiolith)

Nightshift

Christa Päffgen, Arte feiert das in seiner Mediathek gerade mit einem hinreißend skurrilen Biopic, galt kurz als trüb schillerndste Figur des Pop. Unterm Kunstnamen Nico war sie nicht nur Andy Warhols Muse, sondern Teil von Velvet Undergrounds Debütalbum und damit eine Ikone, der man gar nicht oft genug huldigen kann. Wobei die Frage ist, ob Eothan Stearn wirklich das singende Model aus Köln im Kopf hatte, als ihr eigenes Werk daraus hervorquoll. Nightshift heißt die zugehörige Band, und was das Quartett aus Glasgow auf ihrer ersten Platte Zöe macht, ist ein Monument des minimalistischen Retrofuturismus.

In schönstem Nico-Nihilismus überklebt die Keyboarderin einen Sound, der so ziellos durch Zeit und Raum schwebt wie ihr gedrungener Antigesang. Aufgekratzt und zugleich träge schleppt sich Andrew Doigs psychedelischer Bass an Chris Whites Hi-Hat-Uhrwerk vorbei, das David Campbells Gitarrentupfer eher unterwandert als begleitet. Alles an diesem Jazzrockgelee wirkt irgendwie asynchron und schräg. Gerade daraus aber gewinnt Zöe eine Harmonie, die uns ins New York von 1967 zurückversetzt, als Musik noch Grenzen sprengte. Die schönsten Tribut-Alben sind vielleicht jene, die gar keine sein wollen.

Nightshift – Zöe (Cargo-Records)


Botticelli Baby, Edie Brickell, Karl die Große

Botticelli Baby

Falls es so etwas wie strukturierten Free Jazz gibt oder sinfonisches Durcheinander, hätten Boticelli Baby da ein Angebot, dass man schwer ausschlagen kann. Es heißt Saft und wirkt ganz ähnlich, wie die Kalorienbombe aus frischen Obst oder Gemüse. Musikalisch vollgestopft mit Zucker und Vitaminen, aufdringlicher Süße und komplizierter Säure, ist das neue Album ein Frontalangriff auf offen liegende Geschmacksnerven und zugleich hintergründig unterhaltsam, als würde ein Kammerorchester im Darkroom versumpfen.

Wie auf den ersten zwei Platten funktioniert das gut gelaunte Durcheinander aus Bläsern, Bass, Balkan und Blues nämlich wie ein Systemsprenger, was manchen Kritiker*innen gar das Attribut Punk entlockte. Ist natürlich kompletter Blödsinn, dafür wirkt die Band aus Essen viel zu virtuos in dem, was sie tut. Aber ein gewisses Gespür fürs Ungeschliffene im Arrangement kann man Saft auch nicht absprechen. Fazit: wenn sich Botticelli Baby jetzt noch das Dictionary-Englisch verkneifen, darf und muss der Festivalsommer kommen.

Botticelli Baby – Saft (Popup Records)

Edie Brickell & The New Bohemians

Vor gefühlt 1000 Jahren, Kriege waren noch ebenso kalt wie Klima und Ästhetik, erschien Edie Brickell als Frischzellenkur am Folkpop-Himmel, Während er Ende der Achtzigerjahre meist wolkenverhangen, melodramatisch und sehr, sehr männlich war, ritt die junge Songwriterin aus Texas in die Popwelt und gab der Dramatik alternativer Gitarrenmusik die Sporen. Frisch klang es und zugleich emotional, weltzugewandt und skeptisch, ein weibliches Donnerwetter, das dem Emorock das ganze schöne Selbstmitleid zersiebte.

Da ließe sich zu Recht fragen, ob sie 30 Jahre und 40 Krisen später noch ihre Daseinsberechtigung hat. Die Antwort: Unbedingt. Auf ihrer neuen Platte, der fünften seit 1988 mit den New Bohemians, klingt es nämlich genauso frisch verkopft wie in ihrer Glanzzeit, als die Band diverse Blockbuster vertonte und auch sonst die Gabe besaß, den Mainstream heimlich zu unterwandern. Mit Americana-Attitüde, Indiepop-Riffs und Brickells Talent, Schwermut mit altersloser Kopfstimme leicht klingen zu lassen, ist Hunter And The Dog Star der angenehmste Windhauch des Winters.

Edie Brickell & The New Bohemians – Hunter And The Dog Star (Shuffle Records)

Hype der Woche

Karl die Große

Es gab bestimmt mal Momente, in denen sich massentaugliche Randerscheinungen wie 2raumwohnung oder Mine gefragt haben, wie sie vom Hauptstrom in die Seitenarme des Indiepop abbiegen könnten, ohne gleich Hartz-IV anmelden zu müssen. Hätte es da doch bloß schon Karl die Große gegeben. Zum vierten Mal bringt das Leipziger Sechstett ein Album Marke Eigenbau heraus. Und zum vierten Mal ist das Ergebnis nicht nur anspruchsvoll, sondern in Teilen fast radiokompatibel, ohne sich irgendwem anzubieten – da stört es auch nicht, dass Sängerin Wencke Wollny leicht nach Inga Humpe klingt. Egal! Was wenn keiner lacht (Backseat/Golden Ticket) sprüht nur so vor sediertem Gitarrenmashup mit Electro-Einschlüssen, Banjo-Samples und Vögelgezwitscher. Das klingt wie Sommertage auf Abraumhalden – bisschen arrogant, bisschen ironisch, bisschen süßlich, aber gerade deshalb beiläufig schön und gelassen. Muss auch mal sein.


LÜT, A.A.Williams, Audio88 & Yassin

LÜT

Laut rumzuschreien, das gilt in der Psychologie als Binsenweisheit, taugt nur dann zur Problemlösung, wenn man damit innere Blockaden löst, nicht als Mittel der Kommunikation mit anderen. Da sich die norwegische Hardcoreband LÜT mit ihrem Geschrei fraglos an uns wendet, das Publikum, könnte man ihr da dekonstruktive Aggressivität vorwerfen – wäre für deutsche Ohren denn auch nur annähernd verständlich, was uns – nun ja: Sänger Markus Danjok auf norwenglisch entgegenkeift. Versteht aber kein Mensch. Vermutlich nicht mal im eigenen Land. Macht aber nix.

Denn auch mit dem neuen Gitarristen Mads Ystmark knüpfen LÜT ans sensationelle Debütalbum Pandion vor zwei Jahren an und vermischen auf Mersmak wieder wutfröhlich Screamo, Alternative, Noiserock, Powerpop, bis daraus eine Art stadiontauglicher Surfmetal zum Mitgrölen wird, der irgendwie melodischer ist, als er klingt, und brachialer als er schwingt. Die Riffs unterm Geschrei fuzzen nämlich manchmal fast wie Funpunk vom Strand und sind damit so ganz anders als alles, was dieses Genre sonst hervorbringt.

LÜT – Mersmak (Crestwook Records)

A. A. Williams

Eine Cover-Version kann alles Mögliche sein – Anmaßung oder Ehrerbietung, Beleg eigener Einfallslosigkeit oder Bedürfnis nach Veränderung geistigen Fremdeigentums. Wenn Metalbands Nichtmetal galvanisieren oder Klassik mit der Zackengitarre, ist es meist ersteres. Als die blutjunge Birdie das Werk anderer variierte, war es hingegen Ausdruck tiefen Respekts. Und genau das gilt auch fürs Tribut-Album von A.A. Williams – auch weil es aus einer Art demokratisch grundierten Not geboren wurde.

Nach ihrem Debütalbum landete die Britin wie so viele hart im Lockdown und war auf sich allein gestellt. Also bat sie ihre Fans darum, Vorschläge für Kopien jener Stücke zu machen, die sie allein zuhause interpretieren solle. Herausgekommen ist eine Sammlung grundverschiedener, durch Williams betörendes Piano jedoch vergleichbarer Songs from Isolation, mit der sie das geistige Fremdeigentum von Nick Cave über Deftones und Pixies bis hin zu The Cure definitiv aufwertet.

A.A. Williams – Songs from Isolation (Bella Union)

Hype der Woche

Audio88 & Yassin

Nein, Drohungen der Art von “es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir dich finden” oder “Du stehst auf der Todesliste +1” sind nicht kommunikativ oder subtil, sie sind auch nicht konstruktiv, demokratisch, human, überhaupt irgendwie okay. Aber wenn man weiß, dass sie Teil der neuen Platte des antfiaschistischen Zeckenrap-Duos Audio88 & Yassin (Todesliste, Normale Musik) sind, sehen wir darüber mal freundlich hinweg. Rabiat, düster, derbe, krass, politisch, links – KAUFEN!


Billy Zach, Chuckamuck, Arlo Parks

Billy Zach

Als Frohnatur fragt man sich ja bisweilen, wie das Leben als Trauerkloß wohl so läuft. Geht er zum Lachen in den Keller? Vergeht es ihm dort vor lauter Grübelei übers Schlechte allerorten die Laune? Schreien Trauerklöße stattdessen die Wand an oder bei Gelegenheit: ins Mikrofon? Bei der trübsinnigen Hamburger Postpunkband Billy Zach scheint Antwort C zu stimmen. Die vier Mitglieder um Mastermind Max Zacherl sind angesichts der Verwerfungen ringsum zwar angemessen frohsinnsgebremst, dem Vernehmen nach aber recht umgänglich, stecken ihre Überllaunigkeit also ins neue Album, das angemessen grantig betitelt ist.

Wie sein Vorgänger nölt Struggle On also Alltagsanklagen wie “And there’s nothin romantic about shit weather / And nothin meaningful about piss in your doorway” über noisige Disharmonien, die Bass und Schlagzeug noch tiefer in den Abwärtsstrudel fehlender Zuversicht ziehen. Atmosphärisch mag das die Anleitung zum autoaggressiven Nihilismus sein, musikalisch ist es waviger Garagenrock auf höchstem Niveau – wenngleich ihm eine Spur weniger Testosteron im Trauerkloßteig vielleicht mal ganz guttäte.

Billy Zach – Struggle On (La Pochette Surprise Records)

Chuckamuck

Das braucht man der entfernt geistesverwandten Postpopband Chuckamuck eher nicht zu empfehlen. Auch sie hat einige ihrer Wurzeln im dekonstruktiven Teil deutscher Gitarrenmusik mit englischer Lyrik. Die vier Berliner machen daraus jedoch ein angenehm androgynes, verquirrlt kosmopolitisches, dramaturgsich vielschichtiges Stück Klangdadaismus, der beim Zuhören fast schon irritierend gute Stimmung verbreitet und dennoch nie seicht daherkommt, geschweige denn gefällig.

Das vierte Album Language Barrier jedenfalls wandert dem Titel entsprechend durch die Reisewörtebücher verschiedenster Berliner Exilgemeinden von Israel über die Türkei bis Spanien und bedient sich dabei mit großer Freude am klischeehaften Irrsinn an der jeweiligen Folklore. Zum Glück allerdings geht anschließend die Zuordnung durcheinander, weshalb uns elf Stück lang dänischer Blue Grass Country blüht oder auch mal japanischer Surfpunk. Was für ein barrierefreies Sprachchaos!

Chuckamuck – Language Barrier (Staatsakt)

Arlo Parks

Von nichts könnte das britische Supertalent Arlo Parks weiter entfernt sein! Auf ihrem herausragenden, von Kolleginnen wie Billie Eilish völlig zurecht öffentlich herbeigesehnten Debütalbum Collapsed in Sunbeams liefert die zwanzigjährige Londonerin schließlich nicht nur ein musikalisches, sondern auch ein sprachliches Meisterwerk ab. Mit einer Stimme wie festivalzerfeierte Sommertage im Sonnenaufgangslicht erzählt sie vom Leben Herangewachsener im Großstadtstress und klingt dabei wie aus der Zeit gefallen futuristisch.

Ein bisschen Elektrotrash der Neunziger, ein bisschen Pop’n’Blues der Nuller, endlich mal weder Trap noch Metal im Subtext – die Grundstimmung des Anti-IT-Girls, das trotz und wegen ihrer geschlechterbrechenden Attraktivität nebenbei zum Supermodel aufgeblasen wird, könnte kaum ambivalenter sein. Wenn sie von der Liebe haucht, fühlt man sich akustisch hart angefasst, wenn sie Selbstwertsorgen seziert, schimmert es watteweich durch ölige Harfenklänge. Ein fantastisches Werk für alles von Regentag bis Party-Warm-up.

Arlo Parks – Collapses in Sunbeams (Transgressive Records)


Sleaford Mods, Pom Poko, Buck Meek

Sleaford Mods

2021. Die Welt liegt in Scherben. Corona mutiert, der Klimawandel entgleist, Amerika steht vor einer faschistischen Revolution, Deutschland könnte von Friedrich Merz regiert werden und England igelt sich endgültig im Brexit ein. Jason Williamson und Andrew Feanr hätten also allen Grund, ihren Furor noch weiter zu radikalisieren als zuvor. Was aber machen die derbsten Systemkritiker des alternativen Politpop? Sie klingen zu Beginn ihres neuen Albums fast schon lieblich.

Doch keine Angst – das tun die Sleaford Mods nur im Prolog von Spare Ribs. Gleich danach schnoddern sie die Verhältnisse gewohnt zu Klump, reimen Uber auf new Computer, sezieren zwölf Tracks lang den globalen Aberwitz rechtspopulistischer Ultrakapitalisten und schaffen damit etwas Erstaunliches: Obwohl auch das elfte Album vom Duo aus Nottingham ähnlich klingt wie das erste, sechste oder neunte, entfaltet es in jeder bassgesättigten Elektropunkkonvulsion innovative Kraft, als wäre es ganz neu im Wutgeschäft. Grrrrr…

Sleaford Mods – Spare Ribs (Rough Trade Records)

Pom Poko

Und wo wir gerade beim Thema musikalischer Konventionsbruch sind: auch das norwegische Quartett Pom Poko sägt mit großer Hingabe an Hörgewohnheiten. Nichts an ihrer zweiten Platte Cheater klingt aufs erste Hören hin eingängig. Im Gegenteil: ab und zu muss man überschüssige Extrabässe reindrehen, damit einem das punkavantgardistische Gitarrengeschepper nicht die Trommelfelle perforiert. Gerade in diesem Too Much allerdings besteht auch das Alleinstellungsmerkmal.

Die meisten der zehn neuen Stücke sind horizontale Überlappungen vertikaler Klangvielfalten, als würden sich die Stile darin selbst potenzieren. Das famose Danger Baby zum Beispiel ist eine Art polarjapanisch-texanischer Mambometal-Easylistening-Noise, an dem das feministische Gesangschaos noch am eingängigsten ist. Klingt wirr? Ist wilder! Und dennoch mit einer so detailveressenenen Liebe zum kosmopolitischen Allerlei, dass der zwischenzeitliche Tinnitus eher stimulierend als nervig wirkt.

Pom Poko – Cheater (Bella Union)

Buck Meek

Und allein schon, um nach so viel Lärm und Wut und Durcheinander ein bisschen  runterzuregeln, runterzukommen, rumzuhängen, sei an dieser Stelle etwas gänzlich anderes empfohlen: Tow Saviors, das zweite Album des Leadgitarristen der New Yorker Indierock-Perle Big Chief. Gemeinsam mit einer Bande Bekannter wie seinem Bruder am den Keyboards oder dem Instrumentalwizzard Mat Davidson, reduziert er den Sound seiner Stammformation nicht nur um ein paar Dutzend Dezibel; er verzaubert die Ruhe in orchestrale Vielfalt.

Ohrenscheinlich tief im Produktionsort am Mississippie verwurzelt, schimmert durch das hintergründe Countrypop-Gewimmel eine Gelassenheit von so großer Vielfalt, dass man vielleicht doch kurz daran glauben möchte, mit guter Musik sei das Schlechte der Welt besiegbar – und sei es nur für die Dauer von der elf alternativen Southern-Rockstücke, in die sich permanent urbaner Größenwahn von Austin bis L.A. mischt. Das perfekte Album für linke Rednecks, falls es die gibt.

Buck Meek – Tow Saviors (Keeled Scales)


Aggregat, Other Lives, Louis Philippe

Aggregat

Wer glaubt, Techno brauche zwingend binäre Codes, kennt die Segnungen analoger Electronica noch nicht. Doch während sich das handelsübliche Schlagzeug seit längerem schon an der Seite künstlich erzeugter Beats ausbreitet, fügt ihnen die norddeutsche Band Aggregat etwas hinzu, was nun wirklich niemand im Umfeld repetitiver Synthesizer-Flächen vermuten würde: Ein Cello nämlich – auch wenn das norddeutsche Trio das klassische Instrument so drastisch verfremdet, dass man schon vom Fach sein muss, um es herauszuhören.

Im Zusammenspiel jedenfalls erzeugt das Debütalbum mit dem schlichten Titel 1 einen synkopisch-wuchtigen Sound, der dank seiner analogen Synths gleichermaßen warum und zappelig klingt, irgendwie auf bassige Art schrill, also nichts für schlichte Gemüter, aber doch äußerst eingängig – als hätte das Electric Light Orchestra ein gedimmtes Mash-up mit Skrillex aufgenommen. Fehlt bloß noch die Möglichkeit, das Ganze live zu hören. Wir warten halt nicht aufs Christkind, sondern Festivals.

Aggregat – 1 (Best’s Friends)

Other Lives

Other Lives gehen da sogar noch einen Schritt weiter, obgleich ihre Musik mit der von Aggregat nahezu nichts zu tun hat: das Quintett aus dem Cowboystaat Oklahoma hat bereits mehrere Platten mit ihrer Mischung aus Americana, Folk und Postrock gefüllt; jetzt dickt es einige ihrer existierenden Tracks mit experimentellen Streichern an, streicht allerdings zugleich die Drums, bis daraus ein fast schon sinfonisches Werk der aufgeblasenen Zurückhaltung geworden ist.

Weil Frontmann Jesse Tabish die zehn alten neuen Stücke gemeinsam mit seiner Frau Kim in Süditalien ersonnen hat, hat er sie unter Sicily Sessions kompiliert. Das klingt zwar einerseits unfertig und roh, wirkt andererseits aber dank Tabishs melancholischem Gesang darüber auch so tiefschürfend schön, als hätte er Monate über jedem Wort gebrütet. Weil Weihnachtsmusik einfach immer ein bisschen scheiße ist, wäre das demnach der perfekte Festtagssoundtrack: wohlig und herzergreifend, ohne pathetisch zu sein.

Other Lives – Sicily Sessions (PIAS)

Louis Philippe & The Night Mail

Und wenn wir schon ins Dickicht abseits der ausgetretenen Pfade des Mainstreams vordringen, dürfen wir an dieser Stelle von Louis Philippe nicht schweigen. Der französische Produzent, seit Jahrzehnten bereits in den Grenzregionen von Pop und Jazz, E und U, Avantgarde und Hitparaden unterwegs, hat sich mit der Band The Night Mail um Paul Wellers früheren Bassisten Andy Lewis zusammengetan, um etwas zu kollaborieren, das – tja, was eigentlich ist?

Wer sich die 13 hinreißend verkopften Klangkaskaden aus kammermuskalischem Big Beat und nostalgischem Futurepop anhört, gräbt Stück für Stück vergeblicher im eigenen Erinnerungsfundus, um dafür Begriffe zu finden. Das liegt vor allem auch an Louis Philippes Kreuzfahrtbarpianostimme, die sich selbst viel zu ernst zu nehmen scheint und gerade dadurch unterhaltsame Ironie verbreitet. Vor allem aber liegt es an der Fähigkeit, mit großer Leichtigkeit dick aufzutragen.

Louis Philippe & The Night Mail – Thunderclouds (Tapete)


Ducks on Drugs, Dreimalumalpha, Haiyti

Ducks on Drugs

Wenn sich “Schreck” auf “weg” reimt, “versäumen” auf “Bäumen” oder “knallt” auf “kalt”, wenn überhaupt jedes Zeilenende zwingend klingen muss wie das vorige und dazu die Keyboards krummes Zeug von sich geben, dann sind wir tief im deutschen Gaga-Pop aus Hamburg gelandet, der mit Fraktus einst sein selbstreferenzielles Eigenzitat in Fakedokuform gegossen hatte. Sich als, nun ja: “Band” in dieser Tradition zu verorten, kann also schnell in den Klamauk führen. Oder zum vielleicht mattesten Juwel der irren Vorweihnachtszeit.

Kein Wunder, wenn Daniela Reis, gleichbessere Hälfte des genialen Duos Schnipo Schranke, gemeinsam mit dem Off-Art-Schauspieler Ente Schulz unterm nom de guerre Ducks on Drugs ein Album aufnimmt, das sich im dunkelsten Eck der Hamburger Schule verortet. So, wie sich hier dadaistische, deutsch-englische, gern doppelt gesungene Dissonanzkollagen über unverzerrte Gitarren und wirre Samples wälzen, haben wir eine Art Kuschelpunk zum Sesselpogen, den man nach drei Takten überhat und dennoch auf Endlosschleife stellt. Audiolith eben. Geht gut mit Gin Tonic und Schlafentzug.

Ducks on Drugs – Stabil Labil (Audiolith)

Dreimalumalpha

Dass die Hamburger Schule schon vor geraumer Zeit größtenteils nach Wien gezogen ist, um dort Matura zu machen, führt bisweilen zu einer gewissen Kritiklosigkeit im Umgang mit jeder Art von Pop aus Österreich, als sei alles aus dem Alpenraum allein wegen der Herkunft schon auf exzessive Art lustvoll und kreativ. Aber gut. Ist ja auch so. Neuestes Beispiel: Dreimalumalpha, ein Jungstrio aus Innsbruck, das zwar nostalgisch nach norddeutscher Tiefebene klingt, aber doch neue Höhen deutschsprachiger Gitarrenmusik erklimmt.

Wenn Simon Rogina von seiner Kreisstadtjugend mit Kirmesfaktor singt, klingt das zwar, als würden – um im Bild zu bleiben – die späten Tocotronic den frühen Thees Uhlmann im Übungsraum von Die Nerven covern; seine Alltagslyrik krächzt stimmbrüchig über glockenklar verzerrte Postpunkriffs und Schlagzeuger Johannes Hahmann gibt dazu den dilettantischen Könner. In Zeiten hyperdigitaler Verschleierung echter Instrumente aber, ist grad dieses analoge Zerlegen klassischer Rockelemente ungemein originell. Austria eben. Schon wieder.

Dreimalumalpha – Jugend ans Geld verloren (Motor Music)

Hype der Woche

Haiyti

Tja, Haiyti. Haiytihaiytihaiyti. Deutschlands beste Rapperin aus den Tiefen St. Paulis hat sich in kurzer Zeit erarbeitet, was kaum jemand mit Undergroundanstand von sich behaupten darf: unantastbar zu sein. Wie dreist sie das Publikum auch mit Autotune druckbetankt, wie selbstgefällig dazu tranige Trapbeats über derbe Lyrics wälzen, wie kryptisch Zeilen wie “Wenn ich expandier / dann wie Andy Warhol” bleiben: mit vier Platten in fünf Jahren hat sie den Männerolymp des HipHop erklommen. Und die zweite allein 2020 wird sie dort gewiss nicht verdrängen. Ronja Zschoche, so heißt das Kind prekärer Verhältnisse, schafft es auf Influencer (Hayati/Warner) ja erneut, sich gleichzeitig überernst und auf die leichte Schulter zu nehmen. “Rap ist cool / doch dafür würd ich nicht mein Leben geben”, singt sie in Klunker, “wenn’s nicht klappt / überfall ich einfach Edelläden”. Zuzutrauen wär’s ihr. Und die Soundtracks zur Knastentlassung hat sie dann ja schon fertig. Einer krasser, nerviger, besser als der andere.


Landshapes, Aeronauten, The Bongolian

Landshapes

Mathrock, Jazz-Fans mit Gitarrenfimmel wissen das, ist nichts für schlichte Gemüter. Mathrock filetiert eingänge Harmonien im Dickicht kakophoner Dissonanz, das selbst Eingeweihte kaum durchdringen. Nichts also könnte der verstiegenen Mathrock-Metrik ferner liegen als Folkrock. Womit wir bei Luisa Gerstein wären. Die Sängerin der Londoner Landshapes klingt so, als habe sie Alufolie im Hals, was ihre Band mit einem Sound garniert, als käme er aus dem Stahlwerk.

Umso ungewöhnlicher, dass es auf einer blühenden Wiese stehen könnte. Denn auch Contact, das fünfte Album der drei Frauen plus Drummer, ist ein bizarres Blumenbeet organischer Instrumente und lieblicher Gesänge, das unter psychedelischen Synths und Samples förmlich zerquetscht wird, aber doch immer wieder durch die Trümmer zur Sonne durchdringt. Klingt zu melodramatisch? Einfach reinhören und kaputte Blumen pflücken!

Landshapes – Contact (Bella Union)

Aeronauten

Wer Stimmen aus dem Jenseits hört, sollte auf die Couch oder rasch unter Leute, und es kann einfach kein Zufall sein, dass beides dieser Tage Gegenpole sind wie nie zuvor in der Geschichte unserer Zivilisation. Denn wenn der viel zu früh verstorbene, unsagbar fehlende Olifr Maurmann aufersteht, um den Aeronauten noch einmal seine seltsam aristokratische Proletenstimme zu leihen, wähnen wir uns allein unter allen, und es ist gut so und schön und so befreiend.

Kaum jemand schleudert dem Mainstream schließlich wattierteren Zorn entgegen als Hamburgs Musterschüler aus der Schweiz. Und alte Gesangsspuren, posthum mit dem üblichen Bigband-Skapunk der fünf verbliebenen Bandmitglieder versehen, machen das zehnte Album Neun Extraleben zum letzten Manifest der Beharrlichkeit, mit dem die Aeronauten seit jeher das alternative Popherz erfreuen. Setzen wir uns aufs Sofa, laden gedanklich Freunde ein und feiern in Endlosschleife das Leben. Danke GUZ!

Aeronauten – Neun Extraleben (Tapete Records)

The Bongolian

Und Dank geht auch, wenngleich nicht posthum, an Nasser Bouzika dafür, dass der alte Londoner Funkwizzard noch einmal in der Mottenkiste der Crooner-Epoche gewühlt hat und unter seinem Pseudonym The Bongolian Musik kredenzt, die auch six feet under noch groovt und groovt und groovt, als trügen die Menschen noch Bienenkorbfrisuren. Harlem Hipshake heißt das neue Album des früheren Big Boss Man emblematisch. Und meine Güte – wie viel Spaß das macht.

Als würde der hauptamtliche Schlagzeuger damit knisternde B-Movies mit flüchtigen Kasino-Räubern im Spider-Cabrio vertonen, scheppern die Big Beats ineinander und erzeugen 13 Stücke lang die lässige Stimmung einer entfesselten Cocktailpoolparty. Bongos und Orgeln, Congas und ganze Batterie Blasmusiker wie Terry Edwards (Trompete, Posaune, Saxophon, Flöte) oder Craig Crofton (Altsaxophon) machen das Album zum stimmgewaltigsten Instrumentalerlebnis dieser abgeschotteten Zeit.

The Bongolian – Harlem Hipshake (Blow Up Records)