7 Fragen an … VDA-Sprecher Eckehart Rotter

VDA_Logo#1_PosFlexibilität, Effizienz, Komfort

Eckehart Rotter, Sprecher des Verbands der Automobilindustrie VDA

Interview: Jan Freitag

Herr Rotter, gibt es zu viele oder zu wenig Autos in Deutschland?

Eckehart Rotter: Die Frage ist nicht, ob es zu viele oder zu wenige Autos gibt, sondern genügend effiziente. Deutschland braucht individuelle Mobilität, aber sie muss sowohl klimaschonend als auch effizient, sicher, komfortabel und finanzierbar sein

Wird nicht auch mit so einer Flotte bald ein Sättigungsgrad erreicht sein?

Da nur zehn Prozent aller Neuwagenkäufe in Deutschland Erstkäufe sind und der Rest Ersatzbeschaffungen, erneuert sich der Pkw-Bestand bei einer Gesamtzahl von gut 42  Millionen Autos  und drei Millionen Neuzulassungen alle 14 Jahre komplett. Da geht es also nicht um Sättigungsgrad, sondern um Kundenzufriedenheit.

Und wie sähe es mit den Klimazielen aus, wenn Afrika irgendwann durchmotorisiert wäre?

Ich würde das zunächst mal durch China ersetzen, wo der Fahrzeugbestand vor zehn Jahren unter dem deutschen lag und nun über dem europäischen. Heute hat der Welt-Pkw-Markt ein Volumen von 70 Millionen Autos, im Jahr 2020 werden es 90 Millionen sein.  Das klimaneutraler zu schaffen, erfordert alternative Antriebe, also Elektromobilität. Dann sind die Ziele erreichbar.

Was ist eigentlich ein effektiver Jahreszins, mit dem die Autoreklame wirbt?

Da würde ich Sie gerne an die Vertriebsabteilungen der Hersteller verweisen, aber grob vereinfacht stellt  der effektive Jahreszins die Kosten dar, die Sie bei der Neuwagenfinanzierung haben. Die Alternative ist Barzahlung des vollen Kaufpreises beim Kauf. Angesichts des niedrigen Zinsniveaus ist die Finanzierung eines Neuwagenkaufs derzeit die Variante, die von den meisten Käufern genutzt wird.

Und was ist ein Preisvorteil?

Bei der Finanzierung haben Sie – im Gegensatz zur Barzahlung des gesamten Kaufpreises – eine geringere Kapitalbindung.

Was ist auf der Strecke Hamburg – München ökonomisch, ökologisch, zeitlich im Vorteil: Pkw, Bahn, Bus oder Flugzeug?

Wenn Sie allein reisen und nur einen Termin haben, der auch noch in Hauptbahnhofsnähe liegt, ist die Bahn  im Vorteil. Falls Sie aber eine Reihe von Terminen an verschiedenen Orten haben, ist das Auto am flexibelsten und komfortabelsten. Noch klarer wird der Vorteil des Autos,  wenn Sie mit einer vierköpfigen Familie unterwegs sind.

Wie fahren Sie persönlich die Strecke am liebsten und warum?

Wenn ich unter Termindruck stehe, fliege ich von Berlin nach München und nehme vor Ort einen Mietwagen. Privat nehme ich lieber das Auto. Ebenso wie bei der Fahrt ins Büro. Im eigenen Auto ist die Erkältungsgefahr doch deutlich geringer als in einer voll besetzten S-Bahn im Winter.

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