Fakten-Finder & Matula-Recycling

Die Gebrauchtwoche

3. – 9. April

Der digitale Krieg gegen Fake News nimmt langsam Fahrt auf. Während die Bundeswehr ihre Cyber-Brigade derzeit um mehrere Tausend Soldaten aufstockt, ringen seriöse Medien hingebungsvoll um Deutungshoheit über die gewaltigen Datenströme im Netz. Mit seinem Wahrheitskommando BR-Verifikation etwa machte der Bayerische Rundfunk erst im März den Anfang, dicht gefolgt von der öffentlich-rechtlichen Task Force #ZDFcheck17. Nun zieht die „Tagesschau“ mit ihrem Informationsknotenpunkt Fakten-Finder ebenfalls gegen Falschmeldungen zu Felde. Das ist absolut löblich und staatsvertragskonform dazu. Dem Gros der avisierten Empfänger von Fake News ist die Realität zwar längst herzlich egal; aber was kann man dem Irrsinn besseres entgegensetzen als Vernunft. Immer und immer und immer wieder.

Sonst droht uns allen bald ein multimediales Disneyland, in dem vor allem Breaking News wie diese von Belang sind: Die Yacht Rosetta III, vermeldete das Ferienportal sonnenklar.TV vor einer Woche ganz aufgeregt, „sticht heute leider ohne Naddel in See“. Die „Reisereporterin“ Abd El Farrag nämlich, bekannt aus… äh… also: bekannt, „verletzte sich gestern so schwer am Fuß, dass sie von ihrem Arzt striktes Reiseverbot erhielt“. Dabei sollte die, äh… also… sollte: Naddel doch „fünf Tage aus dem beliebten [und bei sonnenklar.tv gewiss nicht umkämpften oder tyrannisch regierten] Urlaubsziel in Ägypten in Live-Schalten und Magazin-Beiträgen“ berichten.

Wollen wir hoffen, dass das eine Fake News ist, der der Fakten-Finder schnell auf den den Grund geht. Ebenso lügenverdächtig: Den Tatort aus Münster sahen Sonntag vor einer Woche angeblich mehr als 14,5 Millionen Zuschauer, der beste Wert seit gut 20 Jahren. Und das, obwohl die Altherren Boerne und Thiel seit mindestens 20 ihrer 31 Ulkfälle gebrauchte Kalauer reproduzieren. Kann eine Spitzenquote von nahezu 40 Prozent da wirklich wahr sein? Als vernunftbegabter Realist müsste man sagen: Never! Als desillusionierter Pragmatiker hingegen: Klaro! Wenn das ZDF sogar Matula aus der Grube gräbt, ist schließlich fast alles denkbar…

Die Frischwoche

10. – 6. April

Richtig gehört: Josef Matula, buchstäblich der Sidekick wechselnder Anwälte im Fall für zwei, wird Freitag um 21.15 Uhr für vorerst zwei Fälle für einen aus der Rente geholt. Weil ihm der neue Job als Kaufhausdetektiv zu öde ist, verdingt er sich diesmal ohne Jurist zur Seite als Privatschnüffler im alten und kriegt es gleich mit dem Mord in einer Seniorenresidenz an der Nordsee zu tun, wo er einmal verhaftet wird, zweimal Leichen findet, dreimal Prügel bezieht und einen Mordversuch überlebt. Alles wie bis zu seinem Abschied vor knapp vier Jahren also. Und am Ende kriegt Matula den Bösen. War so, bleibt so, Teil 3 von dann 303 dürfte längst in Planung sein.

Nur unwesentlich seltener wurde wohl Kästners Das doppelte Lottchen verfilmt. Dennoch ist die neue ARD-Adaption der uralten Geschichte zweier Zwillinge, die nach Jahren der Trennung zueinander finden, diesmal besonders charmant geraten. Das liegt vor allem an den Eltern: Florian Stetter und Alwara Höfels spielen Papa und Mama von Lotte und Luise, die ihre Töchter nach der der Scheidung unter sich aufteilen, zeitgenössisch und lässig wie selten zuvor. Wenn der Ostersonntag um 14.05 Uhr verregnet ist, darf man sich als Familie da ruhig vor die Glotze hängen.

Erst zum zweiten Mal verfilmt, das aber in kürzester Zeit, wurden Die Dasslers, spätestens seit dem RTL-Biopic Duell der Brüder vor einem Jahr bekannt als blutsverwandte Rivalen, die mit Puma und Adidas zwei der drei größten Sportbekleidungshersteller gegründet haben. Während sich der Auftakt des ARD-Zweiteilers am Freitag) bis auf die Darsteller kaum vom privaten Vorgänger unterscheidet, erzählt Folge 2 am Samstag auch die Zeit nach der Fußball-WM 1954, darf also auch die Schattenseiten von Kommerzialisierung bis Schmiergeld beleuchten – und das sehr öffentlich-rechtlich mit Darstellern (Christian Friedel, Hanno Kofler), die eher der Authentizität als dem Werbewert dienen.

Irgendwo dazwischen steht Anna Schudt. Karfreitag verkörpert sie im RTL-Film Ein Schnupfen hätte auch gereicht Gaby Köster, die auf dem Gipfel ihrer Comedykarriere einen Schlaganfall erlitt und nun zurückkehrt ins Ulkbiz. Und noch ein überraschendes Privat-Format: In The Story of my Life interviewt Desirée Nosbusch dienstags um 20.15 Uhr Prominente, die zuvor alt geschminkt werden. Klingt oberflächlich, ist aber mit Boris und Lilly Becker zum Einstieg überaus tiefgründig. Zumindest das teilt die Reihe mit den besseren Fiktionen der Woche: Ab Mittwoch auf Sky ist der belgische Provinzkrimi The Break abrufbar, der zehn Teile lang atmosphärisch sehr dicht den Mord an einem Fußballer in den Ardennen aufklärt. Parallel dazu porträtiert die deutsch-italienische Coming-of-Age-Koproduktion Land der Wunder auf Arte zwei Teenager in der Toscana, bevor Rosalie Thomass zwei Tage später an gleicher Stelle als Eine unerhörte Frau um ihr krebskrankes Kind kämpft.

Dokumentarisch ratsam wäre Kein Gott, kein Kaiser noch Tribun (Dienstag, 22.10 Uhr, Arte), eine kleiner Abriss der Anarchie. Ein wenig anarchistisch ist auch die schwarzweiße Wiederholung der Woche: In Jacques Beckers Ausbrecherfilm Das Loch spielte sich der reale Knastflüchtling Jean Keraudy (Montag, 20.15 Uhr, Arte) 1960 nämlich selbst. In Farbe empfehlenswert, sofern man nicht Til Schweiger nochmals bei seiner Tatort-Ankunft als Nick Tschiller in Hamburg vor vier Jahren (Montag, 20.15 Uhr, RBB) beiwohnen will: Bambi, das Disney-Werk der Disney-Werke beim Disney-Channel (Freitag, 20.15 Uhr) von 1942.

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The Gift, Gato Preto, Diet Cig, Seiler und Speer

The Gift

Aus alternativer Sicht ist Portugal absolute Pop-Diaspora. Wer als erstes auf Anhieb auch nur drei leidlich bekannte Independent-Bands – also bitte nicht Nelly Furtado – vom Halbinselstaat aufzuzählen in der Lage ist, gewinnt hiermit einen ganzen Pastel de Nata, dieses oberflächlich meist angekokelte Vanillepuddingküchlein, das gern zum Galao gereicht wird nd geschmacklich irgendwie ein wenig an eine Gruppe portugiesischer Superstars erinnert, die jenseits der iberischen Halbinsel trotz mittlerweile sechs Studioplatten kaum jemand kennen dürfte: The Gift.

Das Neue verdient es daher echt, auch hierzulande endlich breiter wahrgenommen zu werden. Es heißt Altar, und wenn der Begriff Pop im besten Sinne mal für einen Stil zutreffend war, dann diesen hier. Koproduziert von niemand Geringerem als Brian Eno, stapelt das geschlechtermäßig paritätisch besetzte Quartett so viele Schichten kreativen Überflusses in fast jedem der zehn Tracks übereinander, dass die Synths und Samples nur so jauchzen. Clinic Hope zum Beispiel, gleich zu Beginn: Wie da die Bontempi-Orgel über den androgynen Gesang in englischer Sprache hoppelt – herrlich! Nichts fürs Feuilleton, sicher. Aber was für die Nacht.

The Gift – Altar (La Folie)

Gato Preto

Ach, wie herrlich ist zuweilen doch überraschte Unwissenheit! Wer Gato Preto hört, muss zum Beispiel schon ganz schön sachkundig sein (oder zumindest die Packungsbeilage gut studieren), um in seinem Debütalbum Tempo sogleich herauszuhören, was das Ethnosound-Duo alles hineingepackt hat: Favela-Funk aus Rio, südafrikanischen Township-Kwaito, Hybrid-Tech namens Kuduro, wie er Angolas Disco grad arschwackelnd zum Sieden bringt, das Ganze angereichert um hitzige Percussions des Senegalesen Moussa Diallo. Klingt in Kombination entfesselt, lebendig, tanzbar, viril.

Klingt jedoch noch etwas entfesselt lebendig tanzbar viriler, wenn man hört, wo Gata Misteriosas und Lee Bass zwar nicht herstammen, aber zuhause sind: Düsseldorf. Hier ist die portugiesische Sängerin mit Wurzeln in Mosambik auf den DJ mit Wurzeln in Ghana getroffen und hat eine Platte aufgenommen, die dem Karneval vor Ort elf Tracks lang das Humptataa austreibt. Dass sie dennoch nie folkloristisch klingt, liegt dabei vor allem an Lees Bass, den er jedem Song magenerschütternd unterjubelt. Und an wunderbar verspielten Samples aus dem Zylinder des Discozauberers. Vier Kontinente, fröhlich vereint am Rhein. Hinreißend!

Gato Preto – Tempo (Unique Records)

Diet Cig

Und wenn Punks nun doch not dead wäre? Wenn er sich mit dem Präfix “Rock” nicht nur in die weitere Welt des Independent gerettet hätte? Wenn das Rohe, Robuste, Unfertige daran irgendwo dazwischen weiterlebte? Dann hieße das Ganze womöglich Diet Cig. So nennt sich ein Duo aus den USA, das mt Schlagzeug und Gitarre allein eine Art Punk liefert, der verwaschen genug klingt, um ein bisschen ans Jahr 1977 zu erinnern, dem das allerdings unwichtig genug ist, um zugleich einen Fuß im Pop zu behalten.

Nach einer Weile New Yorker Undergroundsemipopularität wirkt ihr Debütalbum wie eine Frischzellenkur für alles, was sich mit vielen Posts von Punk und Rock emanzipieren will. Dank Alex Lucianos Stimme, die sich wie ein weibliches Luftpolster fröhlich nölend über Noah Bowmans Drums legt, hoppeln die acht, neun Tempostücke neben drei, vier Balladen aus den Boxen, als ginge es um nichts. Und alles. Das macht Swear I’m At This zu einem ganz feinen Akt von hedonistischem Popfeminismus.

Diet Cig – Swear I’m At This (Frenchkiss Records)

Hype der Woche

Seiler und Speer

Österreich ist ein schönes Land. Politisch gebiert es zwar zu oft den gröbsten Irrsinn von ganz weit rechts. Landschaftlich hingegen ist es durchweg reizvoll, städtebaulich reichhaltig, und seit einiger Zeit setzt die Alpenrepublik auch noch musikalisch Maßstäbe, die man sich weiter nördlich im Sprachraum vergebens erhofft. Wanda, Kreisky, Bilderbuch, Nino aus Wien – die Liste kreativen Austropops moderner Prägung ist beliebig fortsetzbar. Womit sich die Frage stellt, ob darauf alles landen sollte, was Erfolg hat. Seiler und Speer etwa, mit dem vierfach platinbesetzten Debütalbum seit zwei Jahren in den Charts, mit dem Nachfolger gewiss ebenfalls auf dem Sprung nach ganz oben. Aber womit eigentlich genau? Auch und weida (Preiser Records) klingt wie Ham kummst zuvor schwer nach Reinhard Fendrich, also nicht zu einem Achtel so eigensinnig wie, sagen wir: Ja, Panik. Macht aber gar nichts. Denn das quer eingestiegene Schauspielduo schleudert seinen artifiziellen Mundartglamrock mit so großer Geste ins Publikum, dass selbst eher schlichte Harmonien immer noch unterhaltsamer sind als vieles, was in Deutschland auf diesem Feld so ackert. Hinhören!

 


Martin Walser: 90. Jahre & Weltliteratur

Gottschalk ist ein göttlicher Bub

Martin Walser – das ist große Weltliteratur und kleine Holocaustrelativierung, leichte Kost und schwere Last, das ist ein Schriftstellerleben – so vielschichtig wie die drei Systeme, in denen er gelebt hat. Vor zehn Jahren erzählte er in einem Interview viel über Literaturverfilmungen und Fernsehen, die Deutschen und ihre Denkmäler. Zu seinem 90. Geburtstag dokumentiert freitagsmedien das Gespräch.  

Von Jan Freitag

freitagsmedien: Herr Walser, ist es für einen Literaten irgendwie despektierlich, dem Fernsehen Vorlagen zu liefern?

Martin Walser: Ich habe meine Lebenslaufbahn ja beruflich bei Radio und Fernsehen begonnen. Weil ich als Student durch die Währungsreform gezwungen war, selber Geld zu verdienen, bin ich nach dem dritten Semester aus Tübingen fort, um beim Süddeutschen Rundfunk in Stuttgart zu arbeiten. Dort habe ich alle Abteilungen von Unterhaltung über Politik bis Kultur durchlaufen und das Fernsehen mit ein paar Gleichaltrigen sozusagen erst angefangen; wir sind in Europa herumgereist, um zu lernen, haben in Mailand, Paris, London geschaut wie man Scheinwerfer aufhängt. Wir waren Lehrlinge des Fernsehens und ich war der erste, der dort überhaupt einen Film gemacht hat. Erst als ich merkte, dass dies mit dem Schreiben unvereinbar ist, habe ich das Aktive beendet, bin aber Berater meines Fernsehdirektors Dr. Helmut Jedele, des späteren Bavaria-Chef, geblieben und jeden Monat zu den Programmkonferenzen gefahren, Hamburg, Köln, München, Berlin. Ich war also immer dabei.

Das war die öffentlich-rechtliche Zeit. Haben Sie heute Berührungsängste mit dem Medium?

Um Gottes Willen, nein! Das wäre ja ein absoluter Irrsinn, wie können Sie so was denken?

Weil der Ruf des Fernsehens seit dem Einstieg privater Sender arg ramponiert ist, weshalb seriöse Schriftsteller lieber die Finger davon lassen könnten.

Da bitte ich Sie um Überprüfung dieses Urteils. Etwas gegen das Fernsehen zu haben ist so wie etwas gegen das Auto zu haben. Totaler Quatsch also. Man braucht kein Auto, sondern kann auch zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren, so wie niemand fernzusehen braucht, weil man ja auch lesen kann. Aber deshalb stellt man sich doch nicht gleich gegen die Entwicklungsstufe einer Gesellschaft, der Menschheit. Ich habe auch nach meinem Fortzug aus Stuttgart die Entwicklung des Fernsehens intensiv verfolgt und meine momentane Erkenntnisstufe gegenüber dem Fernsehen, meine Analyse, wenn Sie so wollen, die Summe meiner Erfahrungen als Zuschauer ist folgende: Das Fernsehen stellt die Wirklichkeit nicht dar, sondern produziert sie. Ein sichtbares Beispiel dafür war der Tod Johannes Paul II., wie er wochenlang im Fernsehen gestorben ist. Das war keine Berichterstattung, sondern pure Produktion.

Auch Inszenierung?

Wenn Sie so wollen. Aber dann wäre auch das Parlament eine Inszenierung. Es ist allerdings ebenso sehr Wirklichkeit wie das Fernsehen oder der Papst und gleichzeitig ihr Produkt. Der neue Papst wäre ohne das Fernsehen niemals jener Benedikt XVI. geworden, den wir jetzt im Kopf oder im Herzen haben, nachdem er in Köln seine Arme auf 2,20 Meter Flügelspannweite gebreitet hat.

Das wird man beim Fernsehen gern hören, so einen Einfluss zu besitzen.

Schon, aber man sollte auch Verantwortung heraushören. Die trostlose Serie von Krimis im deutschen Fernsehen etwa kann ich persönlich kaum zur Kenntnis nehmen und erst recht nicht anschauen. Und in politischer Hinsicht sind selbst die vielen Talkshows von Maybritt Illner bis Christiansen keine Berichterstattung, keine Darstellung von Realität, sondern ihre Produktion. Dennoch sind das meine Fernsehdaten, dort, wo es um die Reste von Politik geht.

Lassen Sie sich dennoch gern leicht vom Fernsehen unterhalten?

Natürlich. Ich bewundere Thomas Gottschalk, das ist ein göttlicher Bub.

Inwiefern?

Wegen seiner unverbrauchbaren Jungenhaftigkeit. Deshalb nenne ich ihn Bub, weil er eine Herzlichkeitskraft wie sonst niemand hat. Und den verdanken wir dem Fernsehen. Wie auch den zurzeit Größten überhaupt: Hape Kerkeling. Auch der ist keineswegs Wirklichkeitsdarstellung. Er schreibt mit seinen Figuren einen wahren Fernsehroman und stellt die Figuren dann sogar selber dar – davon verstehe ich ja ein bisschen was. So sehr wie in meinen Romanen die Figuren nur Rollen sind, so sind auch sein Grevenbroicher Reporter Schlämmer oder die Paartherapeutin Efje van Dampen Fernsehrollen, für deren Fortsetzbarkeit bislang kein Beispiel in der klassischen Ästhetik existiert. Für mich ist Kerkeling ein permanenter Fortsetzungsroman.

Rührt die Bewunderung daher, dass Sie sich so derart überzeichnete Figuren in Ihren Romanen nicht erlauben können?

Nein, das Einmalig ist seine Liebenswürdigkeit dahinter. Das er zu seinen Figuren und den Menschen so gut ist. Vor ihm war Harald Schmidt meine letzte Fernsehadresse, aber jetzt ist der so wie ich, wie wir – ein Intellektueller, ohne die positive Einstellung eines Hape Kerkeling zur Welt und zu den Menschen.

Ist er denn in seiner Figurenkonstruktion auch authentisch?

Auch, aber das ist zu wenig. Ich schätze an ihm die Fähigkeit, alltägliche Begebenheiten nicht nur zu erleben, sondern andere erleben zu lassen. Das sieht man auch an seinem Buch…

Der Wanderung über den Jakobsweg.

… da sieht man das genau. Und darüber kann ich nun wirklich urteilen. Er kommentiert, was er erlebt, aber ohne Eitelkeit, ohne sich zu wichtig zu nehmen, er geht mit sich selbst um wie mit einem guten Freund. Und das ist ansteckend für den Leser. Ich habe es da schwerer. Ich leide unter mir und er tut alles andere, als unter sich zu leiden.

Sie leiden unter sich?

(Überlegt sehr lange) Oh, das könnte jetzt länger werden. Die Aussage hat ja Herr Kerkeling in mir provoziert… Um es ein wenig pathetisch zu formulieren, muss ich das Leben, will ich es ertragen, zunächst aufschreiben. Ich muss alles, was mir passiert, schriftlich beantworten und habe das auf zwei Arten immer getan: Zum einen als Tagebuch, zum anderen als Roman, Erzählung, Stück. In den Tagebüchern bin ich noch am ehesten in der Kerkeling-Spur, da gehe ich mit mir um, hadere manchmal, bin belustigt über mich, aber im Romansystem schreibe ich etwas so schön, wie es nicht ist. Erst, wenn ich auf einen Reiz, eine Erfahrung, eine Begebenheit schriftlich geantwortet habe, finde ich einen Zustand von Ausgeglichenheit. Wenn ich mir das Leben nicht erträglich schreibe, leide ich.

Sie haben nach eigener Aussage auch unter den bisherigen Verfilmungen Ihrer Bücher gelitten.

Oh ja. Es gab sehr verschiedene, sehr verschiedene Gründe der Ablehnung. Nicht alle Versuche waren gleichermaßen unangenehm oder peinlich. Die erste Verfilmung vom Fliehenden Pferd war einfach durch die Vorbereitung missglückt. Der Regisseur Peter Beauvais kam 14 Tage vor Drehbeginn zu mir und meinte, Herr Walser, Sie müssen mir helfen, das Drehbuch ist furchtbar! Er hatte es bei Ulrich Plenzdorf bestellt, der es aber nicht erarbeitet, sondern nur an meiner Novelle entlang geschrieben hatte. Eigentlich lächerlich, denn wenn sich ein Film so an die literarische Vorlage hält, muss er scheitern. Man muss den Roman als Steinbruch benutzen, den man zerbricht, zerstört, Stein für Stein abträgt, sonst wird kein Film draus, sondern eine Dokumentation.

Das ist bei Ohne einander anders?

Ja, das ist fast ein Glück. Es zeichnet die Arbeit Diethard Klantes aus, dass er die Szenen dadurch steigert, sie nicht naturalistisch aufeinander folgen zu lassen, sondern ineinander zu schneiden.

Inklusive Rückblenden in den Rückblenden.

Und trotzdem ging die Handlung weiter, ohne zu stocken. Da hab ich erstmals erlebt, wie aus einem Roman ein echter Film werden kann. Das war bei Der Sturz von Alf Brustellin anders. Ein lieber Kerl, seine erste Regie, ich war zunächst begeistert, aber es ist nicht gelungen. (Das einzig Gute darin war ein zehnminütiger Monolog von Klaus Pohl, genial wie er so Zeitschriften an der Tür verkauft. Ich hatte damals dieses professionelle Gedächtnis; wenn eine Drückkolonne an meine Tür kam und 20 Minuten redete, konnte ich das anschließend aufschreiben wie von einem Tonband; da hat nichts gefehlt. Nichts! Das musste ich dann nur noch ein wenig optimieren, um es in den Roman hinein zu nehmen.) Ebenso wie Das Einhorn von Peter Patzak. Er war zu nah, er hatte zu viel Ehrfurcht vor meinem Text. Natürlich hat das Buch eine blühende Sprache, es war gut gemeint, aber wie er den Hauptdarsteller auf einer Party die Brust einer Dame aus der Bluse holen und ihn in durch die Brust ins Publikum sprechen lässt, (lauter) mit meiner Sprache…

Das waren die sexualisierten Siebzigerjahre.

Gewiss, aber eben auch zu nah am Text.

Ist die Ehrfurcht vorm literarischen Text eine Sollbruchstelle, an der Literaturverfilmungen scheitern müssen?

In der Tat. Deswegen: Li-te-ra-tur-ver-fil-mung – weg damit! Nennen Sie es Romanverfilmung. Literatur ist ein viel zu schweres Wort.

Aber selbst in Ohne einander wirken die Dialoge zu literarisch, um lebensnah zu wirken.

Moment! Die Dialoge dürfen ja durchaus bleiben, Gott sei dank. Dieser Film kann sich das bloß leisten, weil sich die vier, fünf Figuren durch ihr Spiel, die Regie, die Kamera, das Licht eine solch exponierte Sprache erlauben können.

Dadurch gerät der Film ins Kammerspielhafte.

Das würde ich sofort unterschreiben und gäbe es doch mehr davon.

Gleiten Literaturverfilmungen per se dahin ab, wenn sie sich nah am Text orientieren?

Das kommt auf den Roman an. Bei diesem hier, mit der beschränkten Zahl an Personen, Motiven, Schauplätzen, muss es ins Kammerspiel gehen. Romane, die in die Wüste oder auf den Gletscher führen, geraten sicher nicht kammerspielhaft (lacht). Ich würde sagen, ich habe mit dieser Verfilmung einfach mal Glück gehabt.

Haben Sie Einfluss auf das Drehbuch, die Dreharbeiten genommen?

Als der Regisseur mir das Drehbuch geschickt hat, habe ich sofort die Kühnheit in der filmischen Fügung entdeckt. Aber da kann ich nicht dreinreden, dafür bin ich zu wenig Regisseur. Ich musste also einfach vertrauen. Es gibt aber eine Szene in einer Zeitungsredaktion, wo ich ihm eine aktuellere Version hineingeschrieben habe – über Bullshit.

Dabei geht es um antiamerikanische Ressentiments in einer Buchbesprechung, die in der Romanvorlage noch antisemitisch waren. Ist dieser Tausch eine Reminiszenz an die Diskussion um ihr Buch Tod eines Kritikers, wo man Ihnen unter anderem Antisemitismus vorgeworfen hatte?

Nein, die Initiative ging ja nicht von mir aus. Es ist ein Nebenschauplatz für den nicht mehr als eine Szene zur Verfügung steht und dann kann man nicht ein solches Thema, wie jenes, dass sich der Herausgeber eines Magazins bei einer Rezension nicht den Vorwurf des Antisemitismus einhandeln will, so kurz abhandeln. Im Roman wird das ausführlicher erzählt und das kann ich noch immer so vertreten.

Sind Sie als Autor eine politische Person und Ihre Romane trotz allen Gewichts aufs Zwischenmenschliche politischer Natur?

(Überlegt lange) Ich hab vor 20 Jahren einen Aufsatz geschrieben, ob Helden eigentlich Berufe brauchen und dann ausführlich begründet, warum es in meinen Romanen so ist. Zwei Beispiele: Einmal Seelenarbeit, die Geschichte des Chauffeurs Xavier Zürn, der so abhängig von einem tollen Chef ist, dass er nachts wach liegt, wohl wissend, dass sein Chef nicht an ihn denkt, was ihn völlig zermürbt. Deformation durch Abhängigkeit. Nun habe ich Die Angstblüte geschrieben, wo einer erkennt, dass man unabhängig sein muss, will man menschenwürdig leben. Und ihm hilft nur Geld, dies zu erlangen. Jetzt frage ich Sie: Sind das Beziehungsgeschichten oder politische Geschichten insoweit, als sie mit unserer Wirklichkeit zu tun haben? Man muss gar nicht explizit politisch schreiben, weil ja alles Erfahrene, Erlebte aus dieser Realität stammt. Und die beschneide ich nicht, damit sie in die Geschichte passt, sondern lasse sie auf mich wirken. Deshalb musste ich auch diesen Geldroman schreiben, weil Geld so einen komischen Ruf hat. Alle wollen es, alle brauchen es, deshalb hab ich einen Helden kreiert, der von seiner Kulturclique als Finanzmensch verachtet wird, die sich zwar für Geld, nicht aber für Wirtschaft als gesellschaftliches System interessieren. Und da habe ich mich ein wenig auf die Seite des Geldmenschen geschlagen und ihn Hymnen über Geldverdienen singen lassen. Dem konnte ich nicht widerstehen, was mich aber nicht zu einem politischen Schriftsteller macht.

Als solcher werden Sie aber seit der Friedenspreis-Rede 1998 und Tod eines Kritikers gern vereinnahmt.

Ich bin immer wieder mal durch irgendetwas provoziert worden und konnte mich dann nicht beherrschen, nun gut. Ich weiß auch nicht warum. Sehen Sie, ich war der erste, der 1961 für die SPD ein Büchlein herausgegeben hat: Die Alternative oder brauchen wir eine neue Regierung. Aber gleichzeitig habe ich in dem Sommer gemerkt, kein politischer Schriftsteller zu sein, weil es mir eine solche Mühe bereitet hat, etwas für die SPD zu schreiben. Sprachlich. Ich wusste mir das kaum zu helfen. Von meinen 15 Kollegen, die ich dafür um mich gesammelt hatte, waren auch nur drei politische Schriftsteller und alle anderen Belletristen wie ich. Die haben ihre Metaphern gedroschen à la Saison. Aber deswegen bin ich natürlich kein unpolitischer Autor. Ich musste zum Beispiel, ich weiß auch nicht warum, zum Auschwitz-Prozess. Ich musste das sehen. Ich musste darüber schreiben, über unser Auschwitz. Und als die deutsche Meinungspresse den Vietnamkrieg unterstützte, musste ich auch dagegen etwas tun und habe versucht, 100.000 Unterschriften zu sammeln, um das Parlament zu nötigen, das auf die Tagesordnung zu nehmen, hab aber nur 30.000 bekommen. Ich musste in München Vorträge halten, wir seien amerikanischer als die Amerikaner. Das macht mich aber nicht zu einem politischen Schriftsteller, obwohl ich mich später auch dazu bekennen musste, mich nicht an diese deutsche Teilung gewöhnen zu können. Dauernd sagt man etwas und ausgerechnet das soll ich nicht sagen? (Stöhnt)

Man kann es auch ein Privileg nennen, gehört zu werden mit dem, was man sagt.

Gut, aber für mich war es immer so, dass ich alles, was ich veröffentlicht habe, sagte um zu sehen, ob es andere auch so sehen. Das war mein Motiv: bist du allein? Es ist schrecklich in so wichtigen Bereichen allein zu sein. Aber ich habe nicht darüber zu klagen, ich bereue nicht, es probiert zu haben, dass etwa die Deutschen den Vietnamkrieg unterstützt haben. Der amerikanische Oberbefehlshaber hat in seien Memoiren geschrieben, Vietnam sei ein Fehler gewesen. Ein Fehler, der zwei Millionen Menschen das Leben gekostet hat. Zwei Millionen Menschen! Versehen Sie? Das haben wir hier aufs Lächerlichste unterstützt und ich war ein Kommunist für diejenigen, die dies getan haben. Obwohl ich meine Informationen nie aus dem Osten bezogen habe, sondern nur aus französischen, britischen, amerikanischen Quellen.

Und 30 Jahre später war derselbe Walser ein Reaktionär und Antisemit.

(lacht) Ja. Ja.

Gibt es ein deutsches Bedürfnis an Denkmälern zu rütteln?

Die Deutschen neigen auf allen Gebieten zur religionshaften Erledigung von Problemen. Nur eine Art zu erlauben, über etwas zu sprechen – das nennt man Dogmatismus. So war es auch immer so, über die eigene Vergangenheit nur auf diese Art und über die Teilung nur auf jene reden zu dürfen.

Haben Sie sich deshalb literarisch vor allem dem Zwischenmenschlichen gewidmet?

Das würde ich so nicht sagen. Aber ich würde niemals einen Politiker zum Romanhelden machen, da führt kein Weg für mich hin. (Zögert lange) Alle Probleme gehören einer jeweiligen Zeit an und drücken sie aus, aber beinhalten keine politischen Entwürfe.

Zumal diese Zeit auch als beendet gilt.

(lacht) Heute redet man von Reformen.

Welches Ihrer Bücher würden Sie noch zur Verfilmung vorschlagen?

Natürlich das letzte, Angstblüte. Und die Novelle Dorle und Wolf. Dafür hat mich die hiesige Kritik Ende der Achtzigerjahre beschimpft, weil ich es gewagt habe, einen Spion einzuführen, dessen Motiv es war, beide Teile Deutschlands so zu verraten, dass keines von beiden übermächtig war. Mein Spion Wolf wurde in Düsseldorf verurteilt und ich war auf solchen Prozessen und habe dort die Richter und Staatsanwälte gehört, wie sie törichterweise die deutsche Teilung als endgültig, als Landesverrat angesehen haben. Das würde ich gern im Film sehen.

Sind Sie schon mit Diethard Klante in Verhandlung?

Wir haben schon darüber geredet. Man darf gespannt sein.


Schulmädchenpornos & Brutalstmobbing

Die Gebrauchtwoche

27. März – 2. April

Achtung, Breaking News! Unser Planet ist seit Montag nicht mehr der Gleiche – und das liegt mal nicht am nächsten Irrsinn des US-Präsidenten, dessen Namen wir wie den von Lord Voldemort von nun an nicht mehr aussprechen wollen: Annemarie Carpendale geb. Warnkross hatte wahrscheinlich erstmals, seit sie keine Windeln mehr trägt, vor der Kamera ein Bekleidungsstück an, bei dem man ihr auf Augenhöhe nicht in den Schritt blicken konnte (auf Bauchhöhe natürlich schon). Ob ihr da wohl ein Personal Trainer mal klargemacht hat, dass selbst besonders offenherzige Moderatorinnen wie diese auch im Plastikkanal Pro7 nicht ge-, besser: entkleidet sein müssen wie das Personal japanischer Schulmädchenpornos? Wer weiß…

Was wir wissen: Auch nach vorigem Mittwoch war Annemarie Carpendale geb. Warncross mit oder ohne altersgerechte Klamotten fast überall in Fernsehland zu sehen, um Boulevardmüll à la taff zu verkaufen. Dabei hatte die Werbung doch landauf landab wochenlang auf giftgrünen Plakaten gedroht, wenn an dem Tag das terrestrische Fernsehsignal DVB-T durch die modernisierte Version T2 ersetzt werde, blieben bundesweit die Bildschirme schwarz. War gar nicht so, das Leben ging einfach weiter. Allerdings würde man sich gelegentliche Sendepausen durchaus wünschen, angesichts einer privaten Programmoffensive der besonderen Art.

RTL nämlich legt allen Ernstes sein einst maßgebliches Comedy-Format Samstag Nacht neu auf. Dicht gefolgt von – kein Scherz! – Ein Schloss am Wörthersee, für das Roy Black vermutlich exhumiert oder geklont wird. Und dann ist auch noch Harry Wijnvoords Der Preis ist heiß zurück in der kommerziellen Lostrommel. Bis zur Rückkehr vom Hütchenspieler Salvatore ist der frühere Marktführer also offenbar nur noch einen Eventdreiteiler-Flop entfernt. Womit wir bei Sat1 wären, die auch schon bessere Zeiten erlebt haben. Aber eben ebenfalls weit schlimmere.

Die Frischwoche

3. – 9. April

Irgendwo dazwischen befindet sich am Dienstag (20.15 Uhr) das neueste Melodram des Melodramensenders namens Nackt. Für Begriffsstutzige mit Das Netz vergisst nie untertitelt, handelt es vom Teenager Lara, der ein Nacktbild für ihren Freund vom Handy gehackt und veröffentlicht wird. Die Folge: Brutalstmögliches Mobbing, das der Hacker nur für ein Lösegeld zu beenden vorgibt, was natürlich nicht passiert, woraufhin eine Eskalationsspirale einsetzt, die Laras Familie weit an den Abgrund zerrt.

Wie so oft, wenn die Jugend zum TV-Thema wird, strotzt all das Sat1-typisch vor Klischees von lässig verwahrlosten Nerds bis in zur poppig kühlen Cyberkriminalitätspolizei. Dass der Film dennoch überzeugt, liegt an Felicitas Woll als trotzig verzweifelte Mutter, die sich glaubhaft in den Kampf um Rehabilitation verbeißt. Anders als im Club der roten Bänder schafft Regisseur Jan Martin Scharf also keine starken Kinder, sondern starke Frauen im Kampf mit dem System. Doch während letztere seit jeher zur Leitwährung des Mediums zählen, wagt die ARD was Ungewöhnliches: ihr Mittwochsfilm macht eine Frau zur Hauptfigur, die schwach ist und dennoch alles andere als sympathisch.

Mit dieser Lilly Borchert, grandios gespielt von Maria Dragus, arbeitet Tod einer Kadettin den wahren Fall der Jenny Böken auf, die vor neun Jahren aus ungeklärter Ursache über Bord des Segelschulschiffs Gorch Fock ging. Raymond und Hannah Ley machen aus der realen Tragödie jedoch kein fiktionales Rührstück, sondern eine sehenswerte Sozialstudie über den Korpsgeist auf engstem Raum, ohne die Beteiligten wohlfeil vorzuführen. Spannender ist da nur noch die Wirklichkeit.

Heute zum Beispiel (22.30 Uhr, ARD) Mielkes Maulwurf bei der NSA um den Stasi-Spion Jens Karney, den die USA bald nach der Wende zu 38 Jahren Haft verurteilt haben. Stefan Aust zeichnet den Weg des Agenten nach. Dazu passt der Achtteiler War Games, mit dem ZDFinfo am Freitag ab 18.45 Uhr sechs Stunden am Stück den Kalten Krieg porträtiert. Bereits Dienstag widmet sich Arte den ganzen Abend der Weltgesundheit und schildert zum Auftakt die WHO Im Griff der Lobbyisten, durch den globale Medizinversorgung zusehends in der Hand nur eines Menschen liegt: Bill Gates.

In einer Hand liegt langsam auch das Thema Show im Zweiten. Ab heute,19.30 Uhr, moderiert die Allzweckwaffe Steven Gätjen auch noch ein Antiquitäten-Quiz namens Clever abgestaubt, das man eher im Nachmittagsprogramm des ZDF als auf dem poppig geplanten Ableger Neo erwartet hätte. Na wenigstens ist die Übertragung des Echo zu Vox gewandert, wo der unsäglichste Musikpreis Freitag (20.15 Uhr) als Konserve zu sehen ist, weshalb man – wenn schon Plastiksound gewünscht wird – um 21.50 Uhr besser zu Arte wechseln sollte, wo Pump up the Jam an die Heroes of Eurodance erinnert.

Filmisch erinnernswert sind folgende Wiederholungen der Woche: In schwarzweiß Pforten der Nacht (Montag, 21.45 Uhr, Arte), eine düstere Liebesgeschichte aus dem Paris der Nachkriegstage von 1946 mit Yves Montant als zurückgekehrter Partisane. Nicht nur farbiger, sondern auch fröhlicher ist Elliot, das Schmunzelmonster (Montag, 20.15 Uhr, Disney), der 1977 durch den Mix von Comic und Realität Kinogeschichte geschrieben hat. Und der Tatort-Tipp: Das goldene Band (Mittwoch, 22 Uhr, SWR), die fesselnde, aber schwer erträgliche, Fortsetzung von Wegwerfmädchen mit Charlotte Lindholm im Menschhandel-Taumel.